What Rough Beast (19)


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Jetzt ist es also passiert, wir haben ein ganz neues Format ausprobiert, und falls du hier noch mitliest, bist du jetzt die leidtragende Person, denn das heißt, es ist mehr als sonst, und es ist wohl auch weniger übersichtlich.

Es bleibt aber bei der alten Grundregel: Das Kursive ist von mir, und alles andere ist von den Personen, die die jeweilige Figur spielen.

Und wir haben entschieden, dass wir das mit dem Chat weiter so machen wollen. Also gewöhnt euch besser dran!

Spiridon beachtet euch kaum und fixiert die Gestalt mit seinem Blick. Die Waffe hält er noch in der Hand, wenn auch (zumindest scheinbar) nur locker herabhängend.
Der Kopf der nicht ganz menschlichen Figur zuckt zuerst zu Melanie, dann zu Katharina, auf eine viel zu schnelle Art, die mehr an einen Glitch in einem Video erinnert als an eine Bewegung. Dabei geht sie, noch immer als wäre sie nicht so richtig Teil der Wirklichkeit, sondern nur unvollständig hinein animiert, weiter auf euch zu.
„Ich habe keine Erklärungen“, singsangt die Figur. „Nur Hunger.“
Spiridon hebt die Waffe.
Melanie wirft ein „unter dem Tisch sind Äpfel, bedienen Sie sich gerne!“, erhofft sich aber keine wirkliche Entspannung der Situation davon.
Desmond hält Spiridons Arm fest, um ihm zu bedeuten nicht zu schießen.
„Lassen Sie sofort meinen Arm los“, sagt Spiridon leise, ohne die Augen von dem Ding zu lassen oder sich sonstwie zu bewegen. „Sie bekommen keine zweite Warnung.“
Katharina schnaubt verächtlich. „Sie holen uns in einen Keller, um uns zu essen? Sehr umständlich!“
Desmond lässt Spiridons Arm los. „Ich versuche nur rauszufinden, was hier los ist. Schießen Sie, wenn es nötig ist.“(bearbeitet)
„Wer bist du?“, fragt Desmond das Wesen.
Frida ist froh, jetzt in dem keller zu sein. (wie im film, da ist es doch auch gut, wenn man sich ins innere geflüchtet hat, aber im horrorfilm, gehts dann ja immer erst richtig los). sie spürt feuchte an ihrem bein und schaut hinunter. sie sieht blut. „hey typ mit pistole, was willst du, lass doch den herren ruhe!“
Das Ding geht unterdessen weiter auf Spiridon zu, eigentlich nicht besonders schnell, aber durch die Unregelmäßigkeit nicht gut berechenbar. Manchmal bleibt es sekundenlang fast am selben Fleck, manchmal ist es nach einem Blinzeln einen Meter näher.
Melanie vergisst fast, sich zu fürchten, und guckt gespannt in Spiridons unbewegtes Gesicht.
„Was ist denn das für ein Wesen?“„Schießen Sie!“ Katharina beginnt, zurück zu weichen.
Frida sagt: „genau, wir menschenartigen sollten uns vielleicht nicht untereinander anlegen, sondern lieber mit den außerirdischen oder was auch immer diese gestalt hier ist!“
Desmond versucht es noch einmal lauter: „Wer bist du?! Woher kommst du!?“
Spiridon ignoriert alle eure Anweisungen und beantwortet auch Melanies Frage nicht. Als das sonderbare Ding nur noch zwei Meter von ihm entfernt ist, sagt er: „Bleiben Sie stehen, oder ich schieße.“
Als es sich daraufhin weiter auf ihn zu bewegt, schießt er. Der Knall ist schrecklich laut in dem ummauerten Kellerraum, und es klingelt danach noch ein paar Sekunden in euren Ohren, aber das Wesen ist davon nicht beeindruckt. Es streckt einen Arm nach Spiridon aus. Er weicht einen Schritt zurück, schießt noch einmal, wieder ohne jeden Effekt, außer ein paar abplatzenden Holzsplittern an einem Regal am anderen Ende des Raums. Er lässt die Waffe fallen, aber bevor er sich weiter bewegen kann, steht die Kreatur vor ihm und … berührt ihn an der Schulter. Ihr könnt es nicht richtig erkennen, aber die Hand des Wesens scheint durch seine Schulter zu gleiten wie durch ein Hologramm. Spiridon stößt ein schmerzerfülltes Keuchen aus und versucht, auszuweichen, kann sich aber anscheinend nicht bewegen. Die Hand des Wesens hält ihn fest.
Melanie merkt erst jetzt, wie sehr sie sich darauf verlassen hat, dass Spiridon die Situation unter Kontrolle hat (auch wenn sie nicht sicher war, ob er auf ihrer Seite war). Sie greift refelxartig in seine Richtung und versucht, ihn am Arm von dem Wesen wegzuziehen.
„hab ich das richtig gesehen“, sagt frida halb zu sich, halb in den raum, „das wesen ist unerschießbar“, ach du mist, wir sitzen so richtig in der kacke.
Desmond achtet darauf, das Wesen nicht zu berühren. „Was willst du von ihm, von uns?“
Katharina schnappt sich einen Besenstiel und versucht, das Wesen von Spiridon wegzuschieben.
Frida zu Desmond: „Vielleicht spricht es kein Deutsch, sondern, keine Ahnung, Klingonisch oder Englisch?“
„Do you speak german?“ ruft Frida verzweifelt dem Wesen zu.
„Vade retro“, murmelt Katharina, ohne Erfolg zu erwarten.
„What do you want? Qu’est ce… c’est que tu, äh, … veux?“, versucht Desmond.
„Warum nicht Latein versuchen“, sagt Frida aufmunternd zu Katharina
Melanie kann an Spiridons Arm ziehen, aber er lässt sich nicht wegziehen.
Der Besenstiel gleitet durch das Ding hindurch, bis es schließlich Spiridon berührt, ohne ansonsten erkennbaren Effekt.
Das Ding antwortet nicht, seufzt aber in seiner glockenartigen Singsangstimme zufrieden, während Spiridons Bewegungen langsamer werden. Seine Lippen bewegen sich, aber es kommen keine Laute heraus.
„Ich hoffe ja immer noch, dass ich träume“, sagt Frida in die Runde, „aber es fühlt sich nicht so an.“
„Es saugt seine Lebensenergie aus. Das ist ein Horrorfilm aus den Vierzigern.“ Desmond versucht Spiridons Waffe zu nehmen.
Probehalber drückt Katharina, mit etwas mehr Bedacht, gegen Spiridon, um vielleicht ein bisschen Distanz zwischen ihn und das Wesen zu bringen.
„Ich glaube nicht an Science Fiction“, schreit Frida das Wesen an.
„Ich auch nicht!“, nickt Katharina ihr zu.
Jack sieht sich verwirrt um. Ihm kommt es vor, als wäre er aus einer Ohnmacht erwacht.
„Ist der Besen gerade einfach durch das Ding durchgegangen?“, fragt Frida.
Melanie läßt Spiridons Arm los, sie hat Angst, ihm wehzutun.
„Er wird bewußtlos!“, ruft sie. „Fuck! Nein, bleiben sie wach, kämpfen Sie, was ist das für ein Ding?“
Sie greift nach einer halbvollen Gießkanne, die noch neben der Tür steht, und kippt sie auf Spiridon, in der Hoffnung, ihn zu …motivieren…
Es fällt Desmond relativ leicht, die Waffe aus der erschlaffenden Hand des Mannes zu ziehen. Katharinas Bemühungen haben wenig Effekt, außer Spiridon etwas zu verschieben.
Frida wendet sich an Katharina: „Du bist sehr mutig, ich hätte mich nicht getraut, das Viech mit dem Besen anzugehen.“
Spiridon wird nass, und ein bisschen schmutzig, von dem Zeug in der Gießkanne.
Katharina möchte nicht wie der Mann im braunen Anzug enden. „Wir sollten hier verschwinden!“, ruft sie zu niemand bestimmten.
„Wir sind als nächstes dran.“ Desmond sieht sich um. „Wir können noch die Elemente durchprobieren. Hat jemand Feuer?“
Frida ist skeptisch: „Da draußen wachsen doch aber Monster aus der Erde, die uns auffressen wollen, meinste das ist besser?“
„Verstehen Sie uns!?“, schreit Frida das Ding verzweifelt an. „Vielleicht will es nur was essen, hat jemand Bonbons?“
„Das ist ein Du oder ein Ihr, aber kein Sie“, sagt Desmond mehr zu sich selbst.
Katharina blickt auf den zusammen sacken den Mann, schämt sich und wird wütend. „Verschwinde“, sagt sie zu dem Monster, als wäre es ein sehr ungebärdiger Schüler.
Melanie rennt um das Wesen rum zu dem Tisch, auf dem es erschienen war, und fängt an, mit äpfeln auf es zu werfen.
Die Kreatur reagiert immer noch weder auf Ansprache, noch auf Äpfel, aber schließlich lässt sie ihr Opfer fallen und dreht sich zu Katharina um. Sie betrachtet ihr neues Gegenüber, lächelt ein sehr glückliches Lächeln, wie jemand, der eine lange verlorene Tochter wiedergefunden hat, und breitet die Arme aus, während Spiridon hinter ihr zusammensinkt. An der Stelle and Spiridons Schulter, wo der Arm des Wesens ihn berührt hat, ist … etwas wie das Flirren heißer Luft gemischt mit einem Verpixelungseffekt wie in Videos zur Unkenntlichmachung.
Ähnlich wie bei ihren Schülern kann Katharina auch hier nicht klein bei geben, will sie den Minierfolg nicht verlieren. „Ich sagte, verschwinde!“
„Ein Fehler!“ Jack sieht sich die Stelle an Spiridons Schulter ganz genau an.
„Ich habe so auf euch gewartet!“ singsangt die Kreatur, während ihre Arme sich langsam auf Katharina zubewegen. „Wir alle haben so darauf gewartet.“
Melanie läuft zu Spiridon und nähert sich ihm vorsichtig von der dem Wesen abgewandten Seite. „Spiridon? Herr Spiridon? Sind Sie okay?? Hallo?“
Frida wendet sich an Melanie: Woher kennst Du den Mann?
Spiridon reagiert nicht. Er ist völlig schlaff, anscheinend bewusstlos.
Oder Schlimmeres, natürlich.
Jack kramt sein Smartphone hervor und richtet es auf Spiridon. „Ich habe hier eine Diagnose-App, mal sehen…“
Katharina fixiert die Augen der Kreatur und richtet sich noch etwas gerader auf, ihre Gedanken einzig darauf fokussiert, dass dieses Viech zu verschwinden hat.
Melanie antwortet: „Er war heute ….gestern… vor dem …Ding hier und hat mich bedroht und das Zimmer meiner Mitbewohnerin durchsucht. Aber er schien echt okay zu sein!“ Sie stutzt „Nee, echt! Und ich denke, er wußte, dass was passieren würde, ich dachte, er kann uns vielleicht erklären…?“
Frida sagt: „Oh, hoffentlich wacht er wieder auf. Ähm natürlich vor allem in seinem eigenen Interesse. Aber ich wüsste ja echt gerne mal, was hier los ist. So eine Scheiße.“
Desmond fragt: „Wie kommt man hoch ins Haus? Vielleicht kann es nicht durch Türen gehen.“
Frida fragt, an Jack gewandt: Was soll dass denn sein, eine Diagnose-App?
Die Arme des Wesens schließen sich um Katharina, und … Jetzt geschieht etwas anderes, womit anscheinend auch das Wesen nicht gerechnet hat. Katharinas Schultern gleiten durch die Arme des Wesens, und seine Hände fallen hiner ihr auf den Boden. Das Lächeln verschwindet aus seinem Gesicht, und mit halb offenem Mund tritt es zwei Schritte zurück von ihr.
(Typisch Mann, denkt er hat irgendwelche Technikchichi am Start und kann die Situation lösen), denkt Frida.
Melanie deutet nach links hinten: „Durch die Waschküche!“ Dann wird ihre Aufmerksamkeit von Katharinas interaktion mit dem Wesen in Anspruch genommen.
Jack schüttelt den Kopf. „Er lebt, aber irgendwie nicht wirklich. Keine Ahnung, wir brauchen einen Arzt“
Katharina wagt noch nicht, aufzuatmen, als die Kreatur zurückweicht. Und wieso ist sie verstümmelt?
Die Arme der Kreatur enden jetzt ein Stück über den Ellenbogen in matt glänzenden Stümpfen. Kein Blut, oder sowas.
Frida starrt auf Katharina und das Wesen. Was ist das denn jetzt? „Tat das weh?“, fragt sie Katharina.
Die Kreatur legt den Kopf schief, und eine sonderbar obszön wirkende rote Zunge mit einer … irgendwie samtig wirkenden Oberfläche fährt über die trockenen Lippen. „Was bist du?“, fragt sie in ihrem hellen, verträumten Singsangton.
Allmählich kehren der Raum und die Leute darin zurück. Irgendwer hat sie angesprochen. „Verzeihung?“
Frida sagt: „Leute, wir sollten nach oben, oder? In Horrorfilmen passieren die schlimmsten Sachen immer im Keller“
Desmond sagt zu Katharina: „Sie sind immun.“ Zum Wesen: „Wer bist du? Was willst du?“
Frida schlägt vor: „Vielleicht bist Du immun gegen das Ding, seine Achillesferse sozusagen?“
„Altphilologin.“, antwortet Katharina dem Wesen.
Das Ding geht wieder einen Schritt auf sei zu, seine toten Plastikaugen in dem noch immer schief gelegten Kopf schauen durch sie hindurch.
„Was bist du?“, wiederholt es. „Gehörst du … zu ihr?“
„Vielleicht.“ Katharina hat keine Ahnung, wer „sie“ ist, und lässt alle Optionen offen. „Du solltest gehen.“
Desmond macht einen Schritt auf das Wesen zu. Er kann sich nicht helfen. Er legt seine flache Hand zwischen seine Schulterblätter.
„Hat sie zu dir gesprochen?“, fragt das Wesen. „Was hat sie zu dir gesagt?“
Desmond fühlt nichts, als seine Hand das Ding berührt. Sie gleitet einfach hindurch, und hinterlässt … ein Loch in der Kreatur. Die reagiert aber ansonsten nicht.
„Hast du sie gesehen?“, fragt das Wesen, und gestikuliert mit seinem linken Armstumpf in Katharinas Richtung, während der Rechte sich einmal um sein Schultergelenk dreht. „Ist sie hier?“
„Sie hat zu uns allen gesprochen“, sagt Desmond.
Frida wendet sich an Melanie: „Was ist denn jetzt mit diesem Herrn Spiritus, sollten wir ihn nicht nehmen und uns nach oben ins Haus aufmachen. Wir mussten bei mir auf der Arbeit immer Erste-Hilfe-Kurse machen, wegen Tierbissen und so, aber ich hab mich immer sehr dumm angestellt.“
Katharina sagt zu dem Wesen: „Ich kann dir nur sagen: Verschwinde! Wir sind nicht für dich!“
Frida an Katharina: „Mensch, Sie sind sehr unfreundlich zu dem Ding. Glauben Sie, dass das gut ist?“
Das Wesen steht plötzlich anders herum, mit dem Gesicht zu Desmond, ohne dass dazwischen eine Bewegung erkennbar gewesen wäre.
„Sie hat mit dir gesprochen?“, fragt es. „Was hat sie zu dir gesagt?“
„Ich sehe, dass sie nicht zu dir gesprochen hat“, antwortet Desmond. „Was glaubst du, warum?“
„Mit Freundlichkeit kommen wir wohl nicht weiter, fürchte ich“, erwidert Katharina.
Frida meint: „Das kann schon sein, und irgendwie scheinst Du ja auch besondere Abwehrkräfte gegen es zu haben.“
Es geht leicht in die Knie und bewegt seinen Kopf so, dass seine Nase fast Desmonds Nase berührt. Seine matt schimmernden Plastikaugen sehen so aus der Nähe sehr … beunruhigend aus, auch weil das ganze Gesicht auf eine Art irreal wirkt, die eigentlich nicht physisch vor ihm stehen dürfte.
„Was hat sie zu dir gesagt? Ist sie hier?“
Melanie kniet sich neben Spiridon und stupst ihn vorsichtig an „Hallo? Hallo?“ Sie kann sich überhaupt nicht an Erste Hilfe erinnern, aber sie versucht einzuschätzen, ob ihm zu helfen ist, außerdem sieht sie sich seine Schulter genau an.
Katharina zuckt bescheiden mit den Schultern. „Jahrelanges Unterrichten.“
Desmond bemüht sich, sein Entsetzen über die Nähe zum Wesen nicht zu zeigen. „Das weißt du nicht? Was weißt du dann überhaupt?“
„Wer ist das?““, fragt Katharina. Sie nickt in Desmonds Richtung.
Spiridon reagiert nicht auf die Ansprache und regt sich auch ansonsten nicht. Die Stelle an der Schulter flimmert unscharf, wie eine sonderbare Bildstörung in einem digitalen Video. Melanie kann nicht mehr erkennen.
Frida fragt: „Lebt Herr Spiritus noch, atmet er wenigstens?“
Das Wesen schiebt seinen Kopf weiter an Desmonds, und darüber hinaus. Als es sich wieder zurückzieht, ist von seinem Kopf nur noch ein grob halbierter Sphäroid mit einem Negativabdruck von Desmons Gesichtszügen übrig. Es bleibt so vor ihm stehen.
Melanie antwortet: „Er atmet, aber mehr ist nicht… ich hab keine Ah ung, was mit ihm ist. Aber haben Sie DAS gesehen?“ Melanie starrt zu Desmond und dem Wesen.
Sieh an, denkt Katharina, und mit einem Mal wird ihr sehr übel, und sie hält sich kurz an Fridas Arm fest.
Frida erwidert: „Ja, das hab ich gesehen und es ist mir eindeutig zu futuristisch. Aber auf der Habenseite: Es hat noch keinen von uns getötet. Und die ältere Dame scheint immun gegen es zu sein. Alles in Ordnung mit Ihnen? Fühlen Sie sich schwach. Sie haben sich ja auch extrem tapfer geschlagen bis jetzt“. Frida tätschelt Katharina unbeholfen den Rücken
Das sonderbare Ding steht innerhalb eines Wimpernschlags über Melanie, streckt sein rechtes Bein nach ihr aus, und verliert dieses dabei auf die gleiche Weise wie zuvor die Arme und das Gesicht.
Es steht noch eine gute Sekunde einbeinig im Raum und verschwindet dann spurlos. Von draußen hört ihr gelegentlich ein Krachen, oder Schreie, oder das Brüllen des Zyklopen, aber nichts, was unmittelbar bedrohlich für euch klingt.
Frida ruft erleichtert: „Oh Gott, es ist weg.“
Melanie grunzt überrascht und guckt sich panisch um. „Ist es jetzt… weg?“
Jack schlägt vor: „Lasst uns nach oben gehen!“
Frida stimmt zu: „Ja, lasst uns Herrn Spiritus nehmen und nach oben gehen.“
„Danke, geht schon wieder“, murmelt Katharina. „ Sind wir jetzt alle immun?!“
Frida antwortet: „Ich muss es nicht dringend testen, wäre natürlich schön.“
Desmond atmet durch. „Sie sind immun.“ Er zeigt auf Katharina. „Sie sind immun.“ Er zeigt auf Melanie. „Und ich auch. Aber Sie wurden von dem anderen Monster verletzt.“ Er blickt zu Frida hinüber. „Und Spiridon.“
„Meinen Sie, man kann ihn transportieren?“, fragt Melanie. „Vielleicht gehen wir wirklich am besten hoch, da hab ich einen Verbandskasten, und ich kann uns einen Tee machen!“
Frida sagt: „Stimmt. Ich hatte es schon wieder ganz vergessen.“ Frida sieht an ihrem Bein hinunter, das linke Hosenbein ist ganz rot.“ Tee und Verband, klingt gut. „Ich finde wir sollten den Transport wagen.“
„Okay“, stimmt Desmon zu.
Jack greift Spiridon an der Schulter
„Können Sie denn laufen, mit Ihrem Bein?“, fragt Katharina Richtung Frida.
Frida antwortet: „Ach klar. Adrenalin, eine gute Erfindung, ich merke gar nichts. Aber die Wunde ist auch nicht tief, glaube ich.“
Melanie macht Anstalten, ein Bein anzuheben.
Frida sagt: „Sollen wir ihn nicht lieber unter den Schultern fassen?“
„Was sagt Ihre App“, fragt Desmond in Jacks Richtung.
„Ohne Internet taugt das Ding nicht viel, ich habe hier unten kein Netz“, antwortet Jack.
„Hm, Okay… dann ziehen wir ihn eher?“ meint Melanie zweifelnd(bearbeitet)
„Was ist das für eine App?“, fragt Frida und verkneift sich mühsam eine Bemerkung richtung „Männer und nicht funktionierende Technik“.
Desmond sagt: „Ich helfe auch. Wir können ihn bestimmt gemeinsam tragen.“ Er zieht Spiridons Waffe aus der Tasche. „Kann damit jemand umgehen?“
„eijeijeijei“, meint Frida, „was herr spiritus wohl beruflich gemacht hat“
Melanie schüttelt den Kopf. „Aber gute Idee, die an uns zu nehmen.“
„Nein, aber ich nehme sie“, bietet Katharina an.
„Gut, ich mag diese Dinger nicht. Vielleicht müssen wir uns oben verteidigen.“ Desmond gibt Katharina die Waffe.
„Sie sind wirklich mutig“, sagt Frida. „Kommt Leute, lasst uns beeilen, braucht Ihr noch Hilfe beim Tragen?“
„Schön vorsichtig damit“, sagt eine Männerstimme von dem Tisch, auf dem das sonderbare Ding gesessen hat. „Wäre doch sehr ungünstig, wenn jetzt durch ein Missgeschick beim Umgang mit Feuerwaffen jemand umkäme.“
Auf dem Tisch sitzt ein eigentlich recht unauffälliger Mann Anfang 50, schlank, mit einem kurz gestutzten Vollbart, einer etwas wirren schwarzgrauen Lockenfrisur, einem schlabbrigen Pullover und einer dunkelbeigen Cordhose. Unter dem Arm hat er eine lederne Aktenmappe, die so abgenutzt ist, dass man an den Rändern nicht mal mehr aufgerissene Nähte sieht, sondern nur noch aufgelöste bröckelnde Lederreste, unter denen etwas wie Pappe oder spröder Kunststoff vorsteht. Aufällig an dem Mann sind seine verschiedenfarbigen Augen….
Melanie seufzt. „Hallo. Willkommen in meinem Keller. Jetzt aber mal im Ernst, was geht denn hier vor, verdammt?“
Der Mann hebt beide Hände in einer etwas größeren Schulterzuck-Geste. „Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.“
Katharina wollte gerade das unvetdiente Lob abwiegeln, aber die Augen des Mannes erinnern sie an den Hund. „Gem…?“ Fragt sie vorsichtig.
Er lächelt. Und nickt.
„Einfach am Geschmack erkannt?“
„Und wieso Ende der Welt?“, fragt Katharina. „Die ist doch noch da?!“
„Ja …“, sagt er, und schaut auf seine über den Tischrand baumelnden Füße hinab. „Dinge verschwinden ja nie so richtig. Sie verändern sich nur.“
„So, you are acquainted?“, wendet sich Frida an die beiden. Oh Mann, ich hätte so schön gefunden, wenn einfach mal ein paar Minuten lang nichts überirdisches passiert wäre.
„We all are“, antwortet der Mann, und zwinkert Frida zu.
„Haben Sie auch alle jemanden mit diesen Augen getroffen?“, fragt Desmond.
„Flüchtig“, sagt Katharina. „ Gewissermaßen.“
Er legt die abgenutzte Mappe auf den Schoß und zieht den Reißverschluss auf, der um drei ihrer Seiten herum verläuft.
Melanie ist wirklich dankbar, dass man überhaupt jemand was sagt. „Okay. Okay, Ende der Welt. Okay. Was war das eben für ein Ding? Was sind die Dinger da draußen? Was sind Sie? Was müssen wir machen? Was hilft?“
Jack ruft: „Sie schon wieder! Wollen Sie die Sicherheit dieses Kellers überprüfen?“
„Ich bin auf meiner Arbeit im Tierheim einem merkwürdigen Mädchen begegnet, das hatte auch solche Augen.“ Es kommt Frida vor, als sei das Monate her, dabei war es gestern.
Der Mann schaut in Jacks Richtung und lacht. „Ja, das ist tatsächlich … Das ist ziemlich nah dran.“
„Kennen Sie sich mit erster Hilfe aus?“, fragt Jack. „Dann helfen Sie uns!“
Der Mann hebt eine Hand und wiegt sie von links nach rechts. „Ich bin vor allem in … beratender Funktion hier. Aber wobei kann ich denn helfen?“
Dann dreht er sich kurz zu Melanie. „Entschuldigung. Also … Das sind sehr viele Fragen. Wir müssen uns schon auf eine Reihenfolge einigen. Ich kann ja auch nicht alles auf einmal.“ Er schmunzelt, wie über einen Witz, den außer ihm selbst niemand verstehen kann.
„Sollten wir nach oben gehen, sind wir da sicherer?“, fragt Frida.
Melanie nickt, der Frage zustimmend.
Der Mann reagiert nicht und schaut erwartungsvoll lächelnd in die Runde.
„Was haben wir gemeinsam“, fragt Desmond in die Stille.

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