What Rough Beast, Zug 11


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Ist das eine Apokalypse, oder was?

Desmond
Es ist nur ein Wimpernschlag, und doch ist danach alles anders.
Die weiße Unendlichkeit um Desmond herum ist verschwunden, und wird ersetzt durch Dunkelheit. Keine völlig Dunkelheit, sondern eine von dumpf rötlichem Glühen andeutungsweise erhellte Nacht. Als er beginnt, sich zu orientieren, sieht er zuerst die Quelle des Glühens: Der gesamte Himmel ist erfüllt von einem dunkelroten pulsierenden Lichtschein, der nicht ganz reicht, als dass man Details ausmachen könnte, aber doch immerhin Schemen enthüllt.
Er steht auf Rasen, vor einem kleinen Gebäude, in einer Gruppe aus vier Personen (fünf mit ihm selbst), gerade weit genug voneinander entfernt, dass er nur grob die Umrisse der anderen erahnen kann. In der Ferne sieht er die Silhouetten von Gebäuden vor dem Nachthimmel, teilweise auch künstliches Licht, hier und da ein erhelltes Fenster.
Melanie, Frida, Jack, Katharina, Desmond
Ebenfalls in mittlerer Entfernung bellt irgendwo ein Hund. Etwas kracht und splittert, der Hund jault und winselt, und sein Winseln entfernt sich. Wer hinsieht, kann erkennen, wie in einigen Häusern die Lichter in den Fenstern angehen. Noch ein Krachen und Splittern, und dann ein Schrei, diesmal eindeutig menschlich. Ein dumpfes Beben … erfüllt die Welt, in Ermangelung einer besseren Formulierung. Ihr könnt es nicht orten, und irgendwie hört ihr es, aber irgendwie spürt ihr es auch im Boden, und ein paar kleinere Gegenstände um euch herum vibrieren.
Frida versucht, sich umzudrehen, aber sie ist immer noch starr vor Schreck. „Ist es ein Albtraum?“, fragt sie sich, aber sie wacht nicht auf. Es fühlt sich auch nicht wie ein Albtraum an.
Melanie rappelt doch sich hektisch wieder auf, falls sie irgendwie, irgendwohin wegrennen muss…?
„Fuck fuck fuck, was ist denn da los, wo sind wir denn hier? Was ist das?“
Sie guckt sich um, kann aber nicht viel erkennen.
Ich sollte reklamieren, denkt Katharina. Das sieht verdächtig nach diesem Untergang aus, den sie lieber verschlafen hätte. Und den sie nicht für ein Ereignis hielt, das überhaupt eintreten könnte.
Nachdem Janeway sich umgesehen hat, reicht er der ihm am nächsten stehenden Person die Hand, einer Frau, die er auf Mitte sechzig schätzt.
„Nice apocalypse today, isn’t it? How are you doing?“

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