What Rough Beast, Zug 10


Die Gruppe hat sich gefunden, und jetzt gehts richtig los!

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Melanie, Frida, Jack, Katharina
Es ist nur ein Wimpernschlag, und doch ist danach alles anders.
Die weiße Unendlichkeit um euch herum ist verschwunden, und wird ersetzt durch Dunkelheit. Keine völlig Dunkelheit, sondern eine von dumpf rötlichem Glühen andeutungsweise erhellte Nacht. Als ihr beginnt, euch zu orientieren, seht ihr zuerst die Quelle des Glühens: Der gesamte Himmel ist erfüllt von einem dunkelroten pulsierenden Lichtschein, der nicht ganz reicht, als dass man Details ausmachen könnte, aber doch immerhin Schemen enthüllt.
Ihr steht auf Rasen, vor einem kleinen Gebäude, in einer Gruppe aus vier Personen, gerade weit genug voneinander entfernt, dass ihr nur grob die Umrisse der anderen erahnen könnt. In der Ferne seht ihr die Silhouetten von Gebäuden vor dem Nachthimmel, teilweise auch künstliches Licht, hier und da ein erhelltes Fenster. Und dann hört ihr den Schrei. Er scheint von sehr weit weg zu kommen, und ihr könnt nicht richtig einordnen, ob er von einem Menschen oder einen Tier kommt, und ob er Furcht oder Wut oder Hunger oder Trauer ausdrückt. Aber etwas in diesem Schrei lässt euren Atem schneller gehen, euren Mund austrocknen und die Härchen auf euren Armen sich aufrichten.
Dann ertönt ein zweiter, näher.
Melanie weicht bei dem zweiten Schrei intuitiv zurück, obwohl sie nicht einmal genau sagen könnte, aus welcher Richtung er kommt.
Sie tritt dabei auf irgendjemandes Fuß – wo kommen denn plötzlich diese Leute her? – und stolpert. Sie plumpst auf den Hintern und bleibt erstmal sitzen und murmelt ein irritiertes „Entschuldigung“ zu dem Bein neben ihr.

Frida starrt in den Himmel. „Sollte ich wegrennen? Wenn ja wohin?“, fragt sie sich. Sie will sich umdrehen und schauen, ob noch mehr Menschen zu erblicken sind, aber sie merkt, dass sie starr vor Schock ist.

Jacks gerade noch vorhandener Tatendrang lässt schlagartig nach und ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Er redet sich jedoch ein, dass ohnehin alles nur ein Traum ist, oder vielleicht ein sehr realistisches Computerspiel. Und überhaupt, was hat er zu verlieren, wenn die Welt ohnehin zugrunde geht?

Katharina ist viel zu verdutzt, um sich zu fürchten. Im Gegensatz zur weißen Weite vorher erscheint ihr ihre jetzige Umgebung vorerst zu real, um an eine Halluzination zu glauben. „Das hören Sie doch auch, oder?“, fragt sie niemand Bestimmtes.

Desmond
Janeway zögert. Warum soll er nicht wissen, was in seinen Geschichten vorkommt oder nicht? Aber er hat genug von Meiserlings vagen Andeutungen und will sehen, wie diese Geschichte, dieser Traum weitergeht.
Er nickt ihm verbindlich zu.
„Bitte.“

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